Landesgartenschau verloren – Selbstbewusstsein gewonnen

Bad Honnef. Gestern (2. November 2015) am späten Abend kam der mit Spannung erwartete Anruf. Bürgermeister Otto Neuhoff wurde von NRW-Umweltminister Johannes Remmel persönlich über das Ergebnis des Bewerbungsprozesses zur Landesgartenschau 2020 informiert: Die Stadt Kamp-Lintfort ist Ausrichter der Landesgartenschau 2020. Der Minister betonte, dass das Rennen sehr knapp gewesen sei und Bad Honnef in der Bewerbung einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen habe.

Dass Bad Honnef nicht den Zuschlag erhalten hat, trübte für den Moment die Stimmung. Bürgermeister Neuhoff sagte: „Wir hatten schon die Erwartung, dass die Aussicht auf zwei regionale Großereignisse – Landesgartenschau und 250 Jahre Beethoven – im südlichen Nordrhein-Westfalen, die in Bonn und Bad Honnef zusammen stattfinden sollten, ein überzeugendes, ausschlaggebendes Argument sein würde.“ Trotzdem ist Neuhoff sich sicher: „Für Bad Honnef brechen jetzt aber auch so bessere Zeiten an.“

Ungeachtet dessen wünscht Neuhoff dem Konkurrenten alles Gute. „Die drei Bewerber haben ihr Bestes gegeben. Ich freue mich für Kamp-Lintfort und hoffe, dass die Stadt weiterhin so motiviert und fröhlich bleibt, diese große Aufgabe anzugehen“, so der Bad Honnefer Bürgermeister.

Der Rahmen mit den Maßnahmen, die Bad Honnef brauche, um die Stadtentwicklung zu beschleunigen, sei teilweise bereits gesteckt. Mit den ergänzenden Zielen, die Bürgerinnen und Bürger, Stadtverwaltung und Politik im Integrierten Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, werde sich ein ganzes Paket von Ideen ergeben, an deren Umsetzung die Stadt festhalten werden, gibt Neuhoff die Richtung vor. „Um unsere Stadt fit für die Zukunft zu machen, müssen wir an elementare Baustellen ran. Und da steht für mich an erster Stelle die Infrastruktur, zum Beispiel die Bahnhöfe.“

Des Weiteren sind die Renaturierung des Rhein-Altarms sowie die Gestaltung der angrenzenden Flächen auf der Insel Grafenwerth und am Rheinufer ganz oben auf der Prioritätenliste. Hier besteht großer Bedarf an einem Pflege- und Entwicklungskonzept, wie einige Experten der Bewertungskommission bei ihrer Bereisung bereits anregten. Auch im Stadtgarten, der im Zuge des Straßenausbaus an der Girardetallee eine Neugestaltung erfahren könnte, soll eine innovative Lösung zum Lärmschutz realisiert werden.

In der Vergangenheit haben Großereignisse wie Gartenschauen, die eine landesweite Bedeutung genießen, auch in den Städten, die auf den Zuschlag verzichten mussten, oftmals eine Weiterentwicklung ausgelöst. Aus Sicht von Carolin Böhm, Fachdienst- und Projektleiterin der Stadt, ist schon viel erreicht. „Alle Akteure aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung sind nun sensibilisiert, haben gesehen, dass der Bedarf hoch ist, damit sich die Stadt freiraumplanerisch weiterentwickelt. Ich denke, wir haben mit der Bewerbung in kurzer Zeit eine gute Basis geschaffen, aus der wir Maßnahmen ableiten können.“

Bad Honnef hatte sich im Spätsommer 2014 dazu entschlossen, gemeinsam mit den Planern eine Machbarkeitsstudie zur Ausrichtung einer Landesgartenschau auszuarbeiten. Nachdem naturschutzrechtlich keine Bedenken bestanden, wurde im Prozess ein Konzept ausgearbeitet, mit dem die erfolgreiche Bewerbung für 2020 gelingen sollte. Getragen von einer breiten Mehrheit im Rat und einer regen Beteiligung der Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger hatte Bürgermeister Neuhoff am 31. August 2015 die 230 Seiten starke Bewerbungsmappe persönlich im Düsseldorfer Umweltministerium abgegeben.

Ein spannender Tag: Die Bewertungskommission für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2020 bereiste Bad Honnef

Insgesamt elf Spezialisten aus Städte- und Landschaftsbau sowie Umweltschutz besuchten am 21. Oktober unsere Stadt, um die Bewerbung Bad Honnefs noch einmal in der Realität auf sich wirken zu lassen. Und es waren noch viele Fragen offen, die alle beantwortet werden konnten. Tags zuvor waren sie bei den Mitwettbewerbern in Castrop-Rauxel und in Kamp-Lintfort. Am 3. November 2015 wird das Ergebnis auf einer Pressekonferenz im Düsseldorfer Umweltministerium bekannt gegeben.

 

Los ging`s in Honnefs guter Stube, dem Kursaal. Prominente Unterstützer wie der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Röttgen und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Sebastian Schuster waren gekommen. In seiner Ansprache erklärte Schuster, dass er sich von der erfolgreichen Bewerbung Bad Honnefs eine Schub für die gesamte Region erhoffe. Der Kreis unterstützt die Bewerbung bereits heute nicht nur finanziell. Das 250. Geburtsjahr Beethovens im Jahr 2020 könnte auch während einer Landesgartenschau in Bad Honnef sehr gut mit abgebildet werden, hob Bürgermeister Otto Neuhoff hervor. „Wir müssen die Zukunft der Stadt wieder in die Hand nehmen. Dazu gehören auch die Anbindung der Stadt an den Rhein, ökologische Innovationen, wie Hochwasser- und Lärmschutz sowie die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.“, so seine Worte. Bad Honnef, als Tagungs- und Kongressstadt, muss trotz der schwierigen Lage durch den Weggang des KSI und der Akademie für Internationale Zusammenarbeit im Uhlhof, erhalten bleiben und ausgebaut werden. Neuhoff sagte aber auch, dass sich die Bewerbung bereits jetzt schon für Bad Honnef gelohnt habe, weil im Dialog mit den Bürgern viele neue Ideen aufgekommen sind. „Nur wer Mut hat, hat auf die Dauer auch Glück.“ So seine abschließenden Worte.
Landschaftsarchitekt Stephan Lenzen erläuterte das Konzept der Bewerbung im Überblick und Christian Rast als Fachplaner für den Tourismus machte in drei Szenarien klar, dass das finanzielle Risiko gering sein wird. Stadtkämmerin Sigrid Hofmans erklärte, dass auch aus finanzieller Sicht wichtige Strukturimpulse für die Stadt gegeben werden. Zu Themen wie Umweltschutz, Wirtschaft und die touristischen Aspekte sprach Moderator Peter Hurrelmann mit Dr. Reimar Molitor, dem geschäftsführenden Vorstand der Region Köln/Bonn e.V., Diether Habicht-Benthin, Sprecher die Initiative Wirtschaft für Bad Honnef und Michael Holmer Gerdes, Geschäftsführer der Kongresspark-Hotels.
Anschließend ging`s sportlich weiter. Auf Pedelecs und mit Unterstützung der Polizei wurden die Kommissionsmitglieder zu den möglichen Flächen der Landesgartenschau 2020  geführt. Ein erster Abstecher ging zum Markt, wo just in diesem Moment der Martinimarkt seine Pforten öffnete. Georg Zumsande vom Centrum e. V. erläuterte der Kommission die dringende Notwendigkeit einer Landesgartenschau für Bad Honnef, da die Geschäfte in der Innenstadt dringend Impulse von außen bräuchten. Die vielfältige Innenstadtgastonomie ist bereits heute schon gut vorbereitet. Weiter ging`s bis zum Ende der Girardetallee, die als Sackgasse an der B42 endet. Lärmschutz ist hier das große Problem und der soll bei einer Landesgartenschau durch umfangreiche Maßnahmen in Angriff genommen werden. Ein großes Transparent beschreibt hier auch die Planung einer Brücke, die die direkte Verbindung der Innenstadt mit dem Rhein und der Endhaltestelle herstellen soll.
Weiter ging die Tour durch den Stadtgarten entlang der B42 über den Park Reitersdorf bis zu den Mühlenteichen, ein sogenannter „Trittstein“ bei der eventuellen Landesgartenschau. Im Park Reitersdorf wurde besonders das private Engagement einiger Bürger hervorgehoben, welches den Park seit Jahren vor dem völligen Verfall gerettet hat.

Die Gruppe auf den Elektrofahrrädern war zügig unterwegs und kurvte auf die Fußgängerbrücke am Spitzenbach. Von dort aus konnte man sehr gut die in großer Höhe schwebenden roten Ballons erkennen, die den Brückenschlag an der Giradetallee kennzeichneten.

Am Rhein entlang ging es weiter zum Parkplatz an der Endhaltestelle. Jugendliche vom Stadtjugendring hatten sich bereit erklärt, hier ein Statement abzugeben. Sie wünschen sich mehr Freizeitmöglichkeiten im Freien und Sportgeräte wie zum Beispiel Kletterwände, große Half-Pipes und Street-Football und Basketballplätze, um auch außerhalb von Vereinen Sport treiben zu können. Eine Landesgartenschau in einer Stadt wie Bad Honnef, mit einem außerordentlich hohen Seniorenanteil muss in ihrem Stadtentwicklungskonzept ganz besonders Familien und Jugendliche einbeziehen.
Weiter ging die Fahrt durch das ehemalige „Fischerdorf“ unter dem Honnefer Kreuz, vorbei am, mit Graffitis besprühten Bahnhof, bis zum Parkplatz des Freizeitbades Grafenwerth an der Lohfelder Straße. Die Jury-Mitglieder bekamen auf ihren Rädern einen sehr guten Eindruck von verbesserungswürdigen Plätzen der Stadt.
Mit dem Bus ging´s dann weiter über den Saynschen Hof, wo Professor Hartmut Welters, der auch die Entwicklung des Integrativen Stadtentwicklungskonzepts mit vorantreibt, die „Kehrseite“ der Innenstadt erläuterte. Angekommen in Rommersdorf führte Renate Mahnke vom Museum und Archiv Gutenberghaus die Jury auf das Gelände der Villa Schaaffhausen und anschließend den gesamten Stadtteil Rommersdorf. Die Villa könnte als weiter Trittstein auf dem Weg ins Siebengebirge in die Landesgartenschau einbezogen werden und den Weg ins Annatal für wanderfreudige Besucher attraktiv machen. Hier fließt auch der Möschbach. „Wasser und Grün sind hier die großen Potentiale und gehören unbedingt zusammen“, so Stephan Lenzen. Im Stadtteil Rommersdorf war die Jury äußerst beeindruckt von den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Wieder zurück, kam das Beste dann zu Schluss. Der Spaziergang auf der Insel Grafenwerth bot den gewohnt überwältigenden Ausblick auf Rhein und Siebengebirge. Die Kommissionsmitglieder hatten die Möglichkeit, mit einer Hebebühne vom Bau- und Betriebshof über die Baumwipfel gehoben zu werden und einen einzigartigen Ausblick über das herbstlich bunt gefärbte Bad Honnef zu erhalten. Von ganz oben wurde sichtbar, wie grün die Stadt eigentlich ist.
Im Inselcafé konnten zum Abschluss noch die letzten Fragen der Kommission zu Themen wie Finanzen und Nachhaltigkeit des Konzepts beantwortet werden. Hierbei betonten Bürgermeister Neuhoff und Planer Stephan Lenzen einmütig, dass die neue Brücke zur Insel natürlich ein besonderes Anliegen sei.
Bürgermeister Otto Neuhoff bedankte sich bei den Akteuren in der Verwaltung und außerhalb der Verwaltung, namentlich Peter Hurrelmann und Thomas Bock, die die Bewerbung und den Tagesablauf für die Bewertungskommission geplant hatten. Die Entscheidung, wer die Landesgartenschau 2020 ausrichten darf, wird am 3. November im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Jetzt heißt es für alle….Daumen drücken!

“Toi, toi, toi” heißt es jetzt – Bürgermeister Otto Neuhoff gibt die Bewerbung zur Landesgartenschau 2020 persönlich in Düsseldorf ab

 

Bad Honnef. Persönlich und pünktlich vor Ablauf der Bewerbungsfrist am 01.09.2015 gab Bürgermeister Otto Neuhoff die Bewerbung der Stadt Bad Honnef als Veranstaltungsort für die Landesgartenschau im Jahr 2020 im Umweltministerium des Landes NRW in Düsseldorf ab. In Vertretung des Ministers nahm der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker die Bewerbungsmappe entgegen. Bürgermeister Otto Neuhoff sagte: „Wir sind stolz auf unsere Stadt, das kommt in der Bewerbung zum Ausdruck. Sollten wir den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau erhalten, wird dies Bad Honnef beflügeln. Alle Besucherinnen und Besucher werden wir mit traditioneller Gastfreundschaft und rheinischem Charme willkommen heißen. Sie werden von unserer schönen Landschaft und der Stadt begeistert sein – und mit Sicherheit wiederkommen!“

Parlamentarischen Staatssekretär Horst Becker erklärte: „Ich freue mich, dass auch die Stadt Bad Honnef unter den Bewerbern ist und mit der Abgabe der Bewerbung ihren Hut in den Ring wirft. Auf das Urteil der Auswahlkommission warten wir ab jetzt gespannt!“

Die Mappe mit den Bewerbungsunterlagen umfasst 230 Seiten und beschreibt Bad Honnef mit allen Vorzügen, die die Stadt zum idealen Veranstaltungsort machen wird. Bürgerschaft, Verwaltung und Planungsbüro haben für Bad Honnef das Konzept erarbeitet. Die Kommission, die die Entscheidung fällen wird, wer die Landesgartenschau ausrichten wird, wird im Oktober Bad Honnef und die konkurrierenden Städte bereisen und ihr Urteil fällen. So heißt es jetzt Daumen drücken, damit Bad Honnef den Zuschlag erhält.

Wie soll Bad Honnef 2030 aussehen? – Erste Bürgerbeteiligung beim ISEK

„Wo fühlen Sie sich in Bad Honnef wohl und wo nicht?“ Mehr als 160 Bad Honnefer Bürger beantworteten spontan diese Frage mit grünen und roten Stecknadeln auf dem ausgehängten Stadtplan. Und da war es nicht verwunderlich, dass der Bahnhof zu einem der unbeliebtesten Plätze erkoren wurde.

Gut 160 Besucher waren gekommen, um an der ersten Bürgerbeteiligung zur Entwicklung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts teilzunehmen. Mehr als erwartet. Auf einer weiteren Tafel konnte man erklären, wie stark man sich selbst in den Wandlungsprozess einbringen will.

Dirk Wiehe, Fachdienstleiter Stadtplanung gab einen Überblick über die Entwicklung Bad Honnefs im letzten Jahrhundert. Im Anschluss stellte er das Team von Norbert Post und Hartmut Welters Architekten & Stadtplaner, einem auf dem Gebiet der Erstellung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten erfahrene Planungsbüro vor. Sie sollen zusammen mit dem Landschaftsarchitekturbüro RMP Stephan Lenzen, das die Machbarkeitsstudie zur Bewerbung zur Landesgartenschau 2020 entwickelt hatte, den Prozess der integrierten Stadtentwicklungsplanung begleiten.

Interessant wurde es dann in drei Arbeitskreisen mit jeweils zwanzig Minuten Länge, in denen sich die Bürgen mit ihren Wünschen und Anregungen zu Wort melden konnten.

In der ersten Themengruppe ging es um Visionen und regionale Identität. Eine zentrales Frage lautete:  Wie, und in welche Richtung soll sich Bad Honnef künftig entwickeln?

Der demografische Wandel war für viele im zweiten Arbeitskreis Demografie, Wohnen und Soziales ein zentrales Thema. Barrierefrei wohnen und Programme für ältere Mitbürger wurden hier von vielen Beteiligten eingebracht.

Im Themenbereich Mobilität und Klima ging es vielen um die störende Dominanz des Autos in unseren Straßen. Es gibt kaum noch Freiflächen, die nicht von fahrenden oder parkenden Autos beansprucht werden. Car-Sharing – dafür weniger Autos, Fahrräder und ganz besonders e-Bikes mit denen man in unserer gebirgigen Gegend einfacher vorankommt, sollen zukünftig unser Stadtbild stärker prägen.

Nach der Bürgerbeteiligung geht es jetzt weiter mit der Analyse aller Daten, die in einem Rahmenkonzept über das gesamte Stadtgebiet zusammengefasst werden. Ende dieses Jahres soll das Rahmenkonzept fertiggestellt sein. In einer zweiten Stufe ab 2016 wird dann der große Rahmen verfeinert und man schaut sich konkret die unterschiedlichen Gebiete an. Einzelne Maßnahmen sollen konkretisiert werden und Fördermittel in enger Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung ermittelt werden.

Weit über die geplante Zeit hinaus wurde bis fast 22.00 Uhr mit großem Interesse, intensiv und konstruktiv diskutiert und sich eingebracht. Bürgermeister Otto Neuhoff resümierte abschließend: „Ich habe viele Veranstaltungen erlebt, bei denen sich die Leute nicht zugehört haben. Das war heute anders.“

Wer sich mit weiteren Ideen am ISEK beteiligen möchte schreibt bitte eine E-Mail an isek@bad-honnef.de

Es ist vollbracht!

Am 13. August hat der Stadtrat mit fast einstimmiger Mehrheit für die Abgabe der Bewerbung zur Landesgartenschau 2020 gestimmt.

Herzlichen Glückwunsch Bad Honnef – kein Ende der 100-jährigen Bemühungen!

Grün-der-zeit
Bad Honnef, „die Schöne am Rhein“. Einer der reizvollsten Flecken weit und breit. Mit der autofreien Insel Grafenwerth, vielen Parks und Grünanlagen. Die Entwicklung zu dieser Stadt mit einer Lebensqualität die ihresgleichen sucht, gelang durch Menschen mit Visionen und das Glück, im richtigen Moment Entwicklungen zu verstehen und Innovationen in Gang zu setzen. Eine über 100-jährige Bemühung: Zuzupacken, wenn sich die Gelegenheit bot, manchmal auch unter erheblichen Anstrengungen und gegen viele Widerstände.

Touristische Meilensteine sind
Meilensteine der Stadtentwicklung für Bad Honnef

1892
Geheimrat Bredt, der frühere Oberbürgermeister von Elberfeld baute oberhalb der Fuchshardt ein Genesungsheim für Lungenkranke (Hohenhonnef, später Heilstätte Rheinland) und förderte erste Bemühungen, Kur- und Badeeinrichtungen in der Stadt zu schaffen. „…für die Stadt brachte er einen nicht unbeträchtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. War das Haus auch weitgehend autonom und auf Selbstversorgung ausgerichtet (eigenes Postamt!), so brachten die Kranken doch zahlreiches Begleitpersonal mit, dessen Einkäufe sich belebend auf den Umsatz der Honnefer Geschäftswelt auswirkte. Dazu trugen auch die regelmäßigen Verwandtenbesuche bei, von denen auch die örtliche Gastronomie profitierte. Quelle: Dr. Karl Günter Werber, Erinnerungen an Honnefs „Zauberberg-Epoche“ 1892 – 1911

1895
„…Carl Weckbecker fiel auf, dass auch bei strenger Kälte in der Nähe der Ohbach-Mündung in den Rhein der Boden nur mäßig gefroren war und vermutete das ‚Gold‘ eines Badeortes, nämlich eine kohlensäurehaltige Quelle. So ließ er um 1895 auf seinem Grundbesitz in der Aue Bohrungen vornehmen. Mit Erfolg. …“
Quelle: (GA-Bonn: http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/region/nur-noch-wenig-erholung-ist-geblieben-article754468.html#plx2090186589)

1912
Die Inselbrücke wurde nach äußerst schwierigen Bemühungen fertig. Die Gesamtkosten mit den Straßenanschlüssen beliefen sich auf 527.000 MK, wozu lediglich ein Zuschuß von 40.000 MK gewährt wurde. Für weitere 300.000 MK konnte die Insel von Preußen erworben werden. Diese Erschließung der Insel für den Fremdenverkehr bedeutete damals eine ungeheure finanzielle Belastung und war heiß umstritten. Quelle: Dieter Cremer, KVV-Vereinschrift 1991

1934
Eine zunächst thermale Mineralwasserader wurde auf Grafenwerth erbohrt, ein Freibad auf der Insel gebaut und Badehaus und Trinkhalle an der Luisenstraße errichtet. Quelle: Dieter Cremer, KVV-Vereinschrift 1991

1957
Nach Beendigung der Besatzungszeit 1957 – der Kurgarten war eine Werkstatt für Militärfahrzeuge der belgischen Besatzer – wurden Kurhaus, Badehaus und Trinkhalle wieder in Gang gebracht. Betreiber war die Bad Honnef AG. Quelle: Dieter Cremer, KVV-Vereinschrift 1991

2015
Der Bad Honnefer Rat bringt die Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2020 auf den Weg.

Ich bin für die Landesgartenschau in Bad Honnef –
denn die Idylle bröckelt. Die Honnefer leben von der Substanz.

Dass wir in dieser herrlichen Umgebung leben dürfen, ist Geschenk und Verpflichtung zugleich.

Bad Honnef ist unsere Heimat und jedes Heim muss irgendwann renoviert werden, sonst verfällt alles. Dieser Prozess des Verfalls ist in Bad Honnef in vollem Gange. Noch sieht alles halbwegs gut aus. Prächtig eben. Hin und wieder etwas verlebt. „…das hat ja auch seinen Charme. Und die Natur. Herrlich. Ursprünglich…“ könnte man sagen. Trotzdem. Der Lack ist ab. Es hilft nichts. Auch zuhause muss der Garten hin und wieder in Schuss gebracht werden. Dann ist erst einmal alles schrecklich aufgeräumt und anders und neu. Schon bald aber kann sich alles zurechtrücken und die Natürlichkeit kommt zurück. Die Alternative ist nicht besser. Alles würde zuwachsen und von der ursprünglichen Pracht wäre nichts mehr zu sehen.

Alte Pracht in neuem Glanz –
So viel ist zu tun. Von nichts kommt nichts!

Kurpark Bad Honnef
Park und Wege werden nur notdürftig in Stand gehalten. Die Mauern verfallen. Graffiti. Tore und Zuwege kaputt. Rabatten und Beete: Fehlanzeige. Wandelgang baufällig, Heilquelle geschlossen. Wir gehen schlecht mit unserem Erbe um.

Parkanlagen und Grünflächen
Die weitläufigen Bad Honnefer Parks und Grünanlagen ­ent­standen im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Man erfreute sich des Besonderen. Der Einfluß des englischen Adels mit seinen Park­ge­stal­tungen war auch auf dem Kontinent unverkennbar. Für den Anbau der „Exoten“ kamen vor allem milde ausgeglichene Klimate in Frage und Bad Honnef hat es gemacht: „Zusammenhängende Grünanlagen finden sich im Park der Villa Merkens in Rhöndorf, im Park Reitersdorf, im Park Edelhoff im Park des Hölterhoff-Stiftes sowie den in den Anlagen um das Kloster Haus Nazareth in Rommers­dorf. Der ehemalige Kur­garten an der Hauptstraße und angrenzende Grünflächen an der Alexander-von-Humboldt-Straße liegen rund um den Seminaris Kongresspark. Natürlich die Grün­flächen auf der Rheininsel Grafenwerth. Kleinere Flächen wie auch das Gelände um das Konrad-Adenauer-Haus, die Villa Schaaffhausen in Rommersdorf und das St. Josefs­kloster an der Bismarckstraße sowie an der Inter­nationalen Fachhoch­schule bereichern das Stadtbild.“ Im Baumführer der Stadtinformation aus dem Jahre 2005 liest sich alles sehr schön. Doch schauen Sie genau hin. Viele Flächen sind in den letzten Jahren bebaut worden. Viele Mammutbäume sind gefallen. Der Park des Hölterhoff-Stiftes ist eine Katastrophe. Was passiert auf dem Gelände der Villa Schaffhausen? Rund um das Kloster Nazareth sind die Bäume der Wohnbebauung zum Opfer gefallen.

Insel Grafenwerth: Parkflächen und Grünanlagen werden mit Liebe aber nur notdürftig instand gehalten. Viele Bäume sind gefährdet. Viele Bestandslücken sind zu sehen. Im Herbst müssen Wege wegen Bruchgefahr gesperrt werden. Im Sommer verwandeln sich die Uferbereiche in Schlickflächen und sind durch Unkraut und Brennesselbewuchs versperrt.

Die Fußgängerbrücke: Historisches Zeugnis touristischer Entwicklung. Damaliger Meilenstein der Stadtentwicklung. Heute ist dieser Zuweg zu unserer „Guten Stube“ ungepflegt, einsturzgefährdet, notdürftig gesichert. Und doch: Welch ein Blick auf den Drachenfels mit Yachthafen, Altarm, Aranka, Strompanorama. Fotomotiv vom Feinsten. Täglich spazieren wir darüber. Noch geht es. Aber wie lange? Wovon bezahlen wir die Instandsetzung? Was machen wir, wenn das Bauwerk ganz gesperrt wird?

Die Aranka: …von nichts kommt nichts! Wahrzeichen von Bad Honnef. Beliebtes Fotomotiv. Kulturdenkmal. Zeugnis rheinischer Fischereigeschichte. Wieder eine private Initiative. Wieder viel Engagement. Viel Geld durch professionelles „Fundraising“. Ohne diesen Einsatz wäre der Aalschocker längst gesunken.

Der Altarm: Eine einmalige Naturlandschaft. Im Sommer aber ausgetrocknet und am Ufer unzugänglich, vermüllt und zugewachsen. Ein Trampelpfad führt durch meterhohe Brennesselwüsten, Baumbruch und Unrat bestimmen das Bild.

Reitersdorfer Park: …von nichts kommt nichts! Nur mit bemerkenswertem Engagement haben Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Initiative „Freundeskreis des Reitersdorfer Parks“ den Verfall des Kleinods stoppen können. Wer würde sagen, dass sich dieser Aufwand nicht gelohnt hätte. Ohne diesen erheblichen finanziellen und persönlichen Einsatz Einzelner hätte die Stadt einen vergessenen Ort mehr.

Zufahrt Schmelztal: Was für ein erbärmlicher Anblick. Die Bauruine gegenüber des Fußballplatzes, umgeben von alten und kaputten Geländern am Wegesrand, einer Attrappe eines Radarkastens, vermooster Beschilderung. Unser „Tor“ zum Rheinsteig und in die Stadt.

Zufahrt Rhöndorf: … von nichts kommt nichts! Mit Liebe gepflegt vom Bürgerverein. Engagement, das sich auszahlt. Der Empfang könnte schöner nicht sein. Auch die Hängegeranien der Initiative Wirtschaft tragen hier wie überall in der Stadt zum blütenprächtigen Erscheinungsbild bei.
Doch auch hier: Die Rabatten und städtischen Grünflächen auf dem Weg zur Innenstadt sind ungepflegt und ein trauriges Zeugnis vergangener Zeiten.

Saynscher Hof: Einige Bäume, strukturierte Flächen und Randbereiche, etwas Grün, ein einheitlicher Belag. Sehr schnell könnte aus der Bauwüste am Saynschen Hof die grüne Mitte von Bad Honnef werden. Schauen sie sich den Parkplatz im Lohfeld gegenüber der Berck-Sur-Mer-Brücke zum Schwimmbad an. Auch dieser ist sehr in Mitleidenschaft gezogen, aber dennoch ein gutes Beispiel dafür, wie Parkflächen in der Innenstadt aussehen könnten.

Der Bahnhof: Bad Honnef mit dem Zug zu bereisen, ist kein Vergnügen. Ankunft und Abfahrt sind beschwerlich. Schlechte Beschilderung, schmucklos, wenig einladend. Welch eine verpasste Chance für den ersten Eindruck.

…und, …und, …und

Packen wir es an!

Unbestritten – das tut ganz schön weh! 2 Jahre Bauzeit, Krach, Lärm, Sperrungen. Dann die Landesgartenschau. Zaun. Eintritt, Besucher, Verkehr und neue Umstände.

Doch einfach nur Abwohnen? Alles was einst aufgebaut und entwickelt wurde hinnehmen, abwirtschaften und nichts investieren? Dazu ist die Stadt zu schade. Zupacken! Jetzt gibt es eine Chance, die Stadt zu entwickeln. Selbst gestalten anstatt selbst bemitleiden. Visionen entwickeln, aufräumen, neu denken, schön machen.

Herzlichen Glückwunsch Bad Honnef zu der Entscheidung für die Bewerbung um die Landesgartenschau 2020.

Thomas Bock

Machen Sie sich ein eigenes Bild: Ein Rückblick auf die Landesgartenschau Nagold

LGS Nagold-Impressionen 05-2012-20

In den Sommermonaten des Jahres 2012 präsentierte Nagold seinen Gästen mit der 24. baden-württembergischen Landesgartenschau eine Fülle von floristischen, gärtnerischen und kulturellen Attraktionen. Ein Jahrhundertereignis, das alle Erwartungen übertraf. Einen Rückblick auf die Ereignisse lesen Sie unter www.nagold.de

Die Stadt Nagold liegt in Baden-Württemberg, etwa 50 Kilometer südwestlich von Stuttgart im Regierungsbezirk Karlsruhe, Landkreis Calw. Sie hat ca. 21.000 Einwohner und teilt sich in die Kernstadt und 8 Stadtteile auf einer Fläche von rd. 63 km².

Die Adresse der Stadtverwaltung und Tourist-Information:
Marktstraße 27, 72202 Nagold, Tel.: 07452 681-135 (Tourist-Information)

Nagold liegt zwischen Schwarzwald und Gäu in einem weiten Tal, in dem Nagold und Waldach zusammenfließen. Als Portalgemeinde zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist die Stadt idealer Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren.

Fachwerkhäuser, historische Bauwerke und kleine Gassen mit Geschäften machen einen Stadtbummel zu einem Erlebnis. Nagolds Gastlichkeit ist in der Region von alters her bekannt – schon zu früheren Zeiten kehrten Kaiser, Könige und Kaufleute auf ihren Reisen in den Nagolder Gasthäusern ein.

Machen Sie sich ein eigenes Bild: Besuchen Sie die Landesgartenschau Zülpich

Gartenschaupark Zülpich: Ein unvergessliches Erlebnis für Familien, Garten- und Badefreunde!

Der nachstehende Text ist einer Pressemeldung bzw. Eigenwerbung der Landesgartenschau Zülpich entnommen, Fotos: Claudia Sülzen 

zülpich8blickGenießen Sie Ihren Ausflugstag im mediterranen Ambiente des Gartenschauparks am See! Holen Sie sich Anregungen für die Gartengestaltung in unserer hochwertigen und im Rheinland einmaligen Mustergartenausstellung. Üppig blühende Staudenbeete und wundervoll duftende Rosenbänder lassen das Herz des Gartenfreundes höher schlagen. Mit Sandstrand und Strandkörben, Wasserspielplatz, AOK-Kletterei und Outdoor-Fitness-Parcours lockt das moderne Seebad. Genießen Sie den Blick über den Wassersportsee bei einer Tretbootfahrt oder erleben Sie eine vergnügte Grilltour in den BBQ-Donuts (Grillbooten). Entspannen Sie auf der RWE-RelaxWiese oder spazieren Sie über das Flanierdeck der Sparkassen-Seebühne. Für Ihr leibliches Wohl sorgt das Restaurant Lago-Beach-Zülpich.

Alle Ausstellungsbereiche auf einen Blick finden Sie in unserem Geländeplan (bitte klicken).

Bitte beachten Sie: Im Gartenschaupark am See ist die Mitnahme von Fahrrädern und Haustieren nicht gestattet! Im Gartenschaupark am Wallgraben dürfen Sie Fahrräder schieben, Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden.

Ihr Gartenschaupark – drei Schauplätze.

Mit der historischen Altstadt, dem Park am Wallgraben und dem Seepark bietet Gartenschaupark Zülpich drei Hauptschauplätze. Alle Bereiche sind über eine  ehemalige Römerstraße miteinander verbunden.

Gartenschaupark am See
Zu den Glanzpunkten gehören das moderne Seebad, die Römerbastion als Aussichtsplattform über den Zülpicher See und Endpunkt einer historischen Römerstraße, unsere hochwertige und im Rheinland einmalige Mustergartenausstellung und die neuesten Trends rund um Garten, Terrasse und Balkon. Erfahren Sie mit einem Klick mehr über den Ausstellungsbereich Seepark (bitte klicken).

224Gartenschaupark am Wallgraben
Eine Besonderheit von Zülpich ist der direkte Übergang von der mittelalterlichen Bebauung mit Landesburg, historischer Stadtmauer, den Stadttoren und den Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur in die freie Landschaft. Mit dem „Park am Wallgraben“ ist dies zum ersten Mal erlebbar. Hier verbinden sich für die Besucher Kultur- und Naturgenuss. Erfahren Sie mit einem Klick mehr über den Ausstellungsbereich Park am Wallgraben (bitte klicken).

Historische Altstadt
Die Stadt Zülpich entwickelte sich bereits in der Römerzeit zu einem wirtschaftlichen Knotenpunkt. Die Besucher können die mittelalterlichen Stadttore und das alte römische Zentrum der Stadt, den Mühlenberg erkunden. Die Landesburg ist an dieser Stelle mit einem Infopunkt genauso geöffnet wie die katholische Kirche St. Peter. Die „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“ bieten Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Baden von der Römer- bis in die Neuzeit. Restaurants und Cafés laden zum Verweilen und Genießen ein. Erfahren Sie mit einem Klick mehr über die historische Altstadt von Zülpich (bitte klicken).

„Für den Start eines Stadtentwicklungs-Konzepts muss ein grüner Urknall durch Bad Honnef gehen.“

Am 27. Mai hatte die Stadt zur zweiten Bürgerbeteiligung ins Rathaus eingeladen und rund 50 Bürger waren gekommen. Wesentlich weniger als bei der ersten Bürgerbeteiligung aber die erfahrenen Planer von RMP Bonn stellten fest, dass das völlig normal wäre. Die erste Bürgerbeteiligung ist immer die am meisten besuchte.

So gab es auch nur wenige Kritikpunkte, wie zum Beispiel die gesperrten, eingezäunten Flächen oder die Frage, was mit den Kleingärten passiert.

Eine große Zahl der Anwesenden sieht mittlerweile die Riesenchance, die unsere Stadt damit bekommt, denn nur mit dem Zuschlag zu einer Landesgartenschau kann es unserer Stadt gelingen, ihre wirtschaftliche Stagnation aufzuhalten und die Entwicklung neu zu befeuern.

Mit der Beteiligung an einer Landesgartenschau ist eine Kommune im Blickfeld. Sie bekommt nicht nur vom Landesumweltministerium 5 Mio. Euro Unterstützung zur Durchführung der Landesgartenschau, sondern sie steht auch im Fokus des Städtebauministeriums und weiterer Institutionen (NRW Tourismus, Städte und Gemeindebund, LAGL) und kann damit Zuschüsse für ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erhalten. Mit einem Zuschlag wird es, aus der Erfahrung anderer Städte zu einer Verdoppelung bis zu einer Verdreifachung notwendiger Realisierungsmaßnahmen kommen. „Wir machen uns 5 Jahre hübsch und ziehen damit die Aufmerksamkeit der Region und der Landesregierung auf uns.“

Die Bewertungskommission wird sich Mitte bis Ende Oktober auch in Bad Honnef ein Bild machen und danach entscheiden.

Aber auch wenn sich die Kommission für einen anderen Bewerber entscheidet, werden wir davon profitieren. Denn wer einmal im Blickfeld der aktiven Kommunen ist, hat es wesentlich leichter, Förderzuschüsse zu erhalten. Und Bad Honnef hat auch die Chance sich für 2023 nochmals zu bewerben.

Noch fünf Monate

Am 31. August muss alles fertig sein! Also noch knapp fünf Monate bis zur Abgabe der Bewerbung mit der Machbarkeitsstudie. Das Gesamtkonzept nimmt zunehmend Gestalt an und nicht nur die Macher sind  von den Möglichkeiten unserer Stadt überrascht. Trotzdem heißt es jetzt noch einmal für uns alle ein paar Tage inne zu halten.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Osterfest!

Zweite Bürgerbeteiligung Landesgartenschau 2020 in Bad Honnef

Am 27. Mai 2015 findet die zweite Bürgerbeteiligung im Rahmen des Bewerbungsverfahrens der Stadt Bad Honnef zur Ausrichtung einer Landesgartenschau 2020 in Bad Honnef statt.Bürgerinnen und Bürger treffen sich von 19:00 bis 21:00 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, in Bad Honnef.

Das erarbeitete Flächenkonzept sowie die Rückläufe aus den vorangegangenen Beteiligungsverfahren werden vorgestellt.


Am 21. April hat der Ausschuss „Planen, Bauen, Stadtentwicklung“ sich für die Variante 01 des Gesamtkonzeptes entschieden. Diese Variante bot die größtmöglichen Potenziale an. Sie wird ab sofort weiter erarbeitet.

Studienfahrt zur Landesgartenschau nach Landau

Ablauf

Abfahrt  Bad Honnef Bahnhof          08.00 Uhr
Ankunft Landau                                  11.00 Uhr
Führung und Freizeit
Rückfahrt ab Landau                          16.00 Uhr
Rückkunft                                            19.00 Uhr

Preis pro Person : 47,– EUR (Fahrt, Eintritt & Führung)
Mindestteilnehmeranzahl: 30 Personen

Anmeldung

Rheintourist Reisebüro Dorst e.K.
Lufthansa City Center
Bahnhofstr. 4a
53604 Bad Honnef
Tel.: 02224-938910
Fax: 02224-938950
www.rheintourist.com

Quo vadis, Bad Honnef?

quovadis

Erste Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Bad Honnef“ – Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind gefragt. 

Am Donnerstag, den 20.08.2015, 19:00 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses, Rathausplatz 1, laden die Verwaltung sowie die beiden beauftragten Planungsbüros „RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten“ und „Norbert Post/ Hartmut Welters – Architekten & Stadtplaner GmbH“ alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt ein, sich in einer ersten Veranstaltung an der Erarbeitung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Bad Honnef“ zu beteiligen.

Stadtentwicklung – aber wohin? Man stelle sich vor, man begibt sich auf eine lange Reise. Dann sollte man wissen, wofür man packen muss. Dies gilt sinngemäß auch für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung. Hat Bad Honnef eine Zukunft als „Tagungs- und Kongressstadt“ und wenn ja, was muss dafür getan werden? Rüsten wir uns weiter für den Zuzugsdruck in die Region – vielleicht sogar mit mehr „Wohnen am Wasser“? Investitionen in die Zukunft – aber wofür? Die Ansprüche an eine qualitätsvolle und ausreichende Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur sind vielseitig und hoch. Aber deren Finanzierung braucht ebenfalls eine vernünftige Prioritätensetzung.

Bei der Auftaktveranstaltung am 20. August 2015 wird zunächst über die Inhalte und Themen sowie über den Ablauf zur Aufstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes informiert. Anschließend sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: In kleineren Arbeitsgruppen sollen einzelne Themen wie z. B. Wohnen, demografischer Wandel oder Mobilität diskutiert werden. Die Ergebnisse des Abends werden in die weitere Bearbeitung des Konzeptes einfließen.

Der Rat der Stadt Bad Honnef hat die Verwaltung im April 2014 beauftragt, ein integriertes Handlungskonzept für die Stadtentwicklung – kurz: „ISek“ – zu erstellen, welches als Grundlage und Steuerinstrument einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen soll. Für den Stadtbezirk Aegidienberg sollen ebenso konkrete Vorschläge unter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet werden, so der zusätzliche Beschluss des Bezirksausschusses aus März 2015.

Im Kern hat die Entwicklung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes zwei Ziele und Arbeitsschritte. Zuerst ist es notwendig, eine aktuelle Vorstellung von den Stärken, den Schwächen sowie den möglichen Perspektiven für die Entwicklung Bad Honnefs zu bündeln. Im eigentlichen konzeptionellen Teil gilt es dann, für die dabei auffallenden Quartiere, Handlungsfelder oder Planungsthemen eine konkrete inhaltliche Strategie und eine Prioritätensetzung für die Umsetzung zu entwickeln. Das „ISek“ wird damit der Orientierungsrahmen für städtebauliche Projekte und Aktivitäten in den nächsten 10 bis 15 Jahren und bildet so eine wichtige Grundlage für die zukunftsfähige Entwicklung der Stadt.

Dabei stehen nicht nur „klassische“ Planungsthemen wie Verkehr, Neubauten, öffentliche Räume, Lärmschutz o. ä. im Mittelpunkt. Auch sogenannte „weiche“ Standort- und Planungsfaktoren wie z. B. soziale Aspekte oder Infrastruktureinrichtungen sind relevant. Zudem ist das „ISek“ ein Städtebauinstrument, das gebraucht wird, um eine mögliche finanzielle Förderung von Stadtentwicklungsmaßnahmen durch Bund, Land und EU zu akquirieren.

Mit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie zur Bewerbung für eine Landesgartenschau haben Verwaltung, Rat und Bürgerschaft bereits den Einstieg in einen solchen strategischen Planungsprozess gefunden, auch wenn dabei der Fokus auf dem Konzept zur Durchführung einer Gartenschau lag. Mit der ersten Bürgerschaftsbeteiligung zur Landesgartenschau am 4. März 2015 konnte bereits eine sehr gut besuchte Veranstaltung erprobt und durchgeführt werden. Daran soll nun mit dem noch breiter angelegten Projekt „ISek“ angeknüpft werden.

Ansprechpartner für das Projekt bei der Verwaltung der Stadt Bad Honnef ist Dirk Wiehe, Fachdienstleiter Stadtplanung, Telefon 02224/184-246.

Diese Pressemitteilung 175 wurde am: 04.08.2015 veröffentlicht.
Ansprechpartner: Christine Pfalz, Telefon 02224-184 121